Für einen fairen Binnenmarkt, der Europa stärkt

Wenn Europa das 21. Jahrhundert selbstbestimmt gestalten will, muss der gemeinsame Binnenmarkt gelingen – im Großen wie in den Grenzregionen. Seit 1993 arbeitet das Zentrum für Europäischen Verbraucherschutz (ZEV) daran, dieses Ziel im Alltag einzulösen: Wir helfen Menschen bei grenzüberschreitenden Fragen und übersetzen die Erfahrungen daraus in strukturelle Verbesserungen – durch Prävention, kollektive Rechtsdurchsetzung und Beratung von Politik und Behörden.

Unser Beitrag für einen fairen Binnenmarkt 2025:

  • Beratung: fast 55.000 individuelle Anfragen
  • Aufklärung: 4 Millionen Webseitenbesuche
  • Prävention: 19.000 Medienerwähnungen
  • Schäden abgewendet: über 6 Millionen Euro für Verbraucherinnen und Verbraucher gesichert

 

Das ZEV ist eine deutsch-französische Einrichtung mit Sitz in Kehl bei Straßburg. Rund 60 Mitarbeitende, darunter etwa 40 Juristinnen und Juristen, verbinden praktische Fallarbeit mit europäischer Expertise und unmittelbaren Erfahrungen aus der Grenzregion. Die operative Arbeit leitet der Vorstand:

Unsere systemische Wirkung

Diese Grafik symbolisiert die Wirkweise des Zentrums für Europäischen Verbraucherschutz. Sie zeigt einen Trichter, in den die Hürden des Binnenmarktes aufgenommen, daraus Muster erkannt und schließlich Lösungen präsentiert werden.

1. Wir erfassen Hürden im Binnenmarkt

Wenn der Binnenmarkt im Alltag hakt, landen die Probleme oft bei uns. Rund 55.000 Anfragen im Jahr zeigen uns, auf welche Hürden Privatpersonen bei grenzüberschreitenden Anliegen stoßen – im Alltag, beim Einkaufen, auf Reisen oder beim Zugang zur Justiz im Nachbarland. Ergänzende Signale liefern unsere digitalen Kanäle, ein Medienmonitoring und die gemeinsame Falldatenbank mit dem Netzwerk der Europäischen Verbraucherzentren (ECC-Net).

2. Wir erkennen Muster

Aus diesen Erfahrungen und Daten entsteht ein einzigartiges Lagebild der praktischen Herausforderungen im Binnenmarkt und in der deutsch-französischen Grenzregion. Unser Team analysiert diese Praxisbeobachtungen rechtlich und ordnet sie in die jeweiligen nationalen und europäischen Rahmenbedingungen ein. So erkennen wir, welche Probleme sich wiederholen, wo Rechtslücken Schäden verursachen und wann sich Hinweise auf systematisches Fehlverhalten oder Durchsetzungsdefizite verdichten.

3. Wir bringen Verbesserungen auf den Weg

Aus unserem Lagebild entwickeln wir juristisch fundierte Lösungsansätze für einen fairen und besser funktionierenden Binnenmarkt und bringen diese in grenzüberschreitende Gremien, Behörden und politische Entscheidungsprozesse ein. Wir machen strukturelle Probleme sichtbar und übersetzen unsere Erkenntnisse in präventive Informationsangebote, Projekte und Politikvorschläge. Wenn Unternehmen Verbraucherrechte systematisch verletzen, melden wir dies an die Kontrollbehörden und prüfen eigene rechtliche Schritte – von der Abmahnung bis zur EU-Verbandsklage.

Titelbild_Positionspapier_Ticketzweitmarkt

Unsere Positionen

Unsere Fallarbeit, europäische Lagebilder und der grenzüberschreitende Austausch mit Behörden und Partnern verschaffen uns eine besondere fachliche Perspektive. Daraus entstehen unsere Positionen – in Studien, Anhörungen und Ad-hoc-Stellungnahmen zu aktuellen politischen und rechtlichen Fragen.

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Wie unser Praxiswissen entsteht

Aufgaben und Projekte
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Jahresbericht 2025

2025 war für das ZEV ein Jahr wachsender Nachfrage und politischer Anerkennung: Die Beratungsanfragen stiegen deutlich, die Deutsch-Französische Parlamentarische Versammlung würdigte die strategische Rolle des ZEV, und unser langjähriger Einsatz für eine solidarische Elementarschadenversicherung nach französischem Vorbild fand Eingang in den Koalitionsvertrag der neuen Bundesregierung.

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Organisation und Finanzierung des Vereins

Das Zentrum für Europäischen Verbraucherschutz ist ein als gemeinnützig anerkannter eingetragener Verein in Deutschland, der vom Vorstand geleitet und von einem deutsch-französischen Verwaltungsrat kontrolliert wird.

Seine Finanzierung erfolgt primär durch Förderungen der Europäischen Union, nationaler Ministerien in Deutschland und Frankreich sowie regionaler und lokaler öffentlicher Körperschaften. Spenden von zufriedenen Privatpersonen ergänzen das Budget.

Mehr über die Organisation

Kontakt

Sie möchten mit uns zu Binnenmarktfragen, Verbraucherrechten, der Grenzregion oder unseren anderen Themen ins Gespräch kommen? Per E-Mail können Sie Kontakt mit unserem Vorstand aufnehmen.

Journalistinnen und Journalisten steht unsere Presseabteilung zur Verfügung. Privatpersonen wenden sich bitte an unseren kostenlosen Beratungsservice.