Coronavirus in der Grenzregion FAQs

In Deutschland und Frankreich herrschen strenge Corona-Regeln, die sich regelmäßig ändern. Für Verbraucher der Grenzregion stellen sich damit unterschiedliche Fragen, die wir in unserem FAQ beantworten.

Stand der Informationen : Februar 2021

25. Feb. 2021, 15:54 Uhr

Aktuelle Lage in der Grenzregion

Verschärfte Einreiseregeln im Mosel-Gebiet: Wer von Deutschland in das Département Moselle einreisen möchte, benötigt ab 1. März einen PCR-Test, der nicht älter als 72 Stunden sein darf. Das negative Testergebnis ist bei einer Grenzkontrolle der französischen Polizei vorzulegen. Ausgenommen sind Geschäftsreisende und Berufspendler. Für Personen, die die Grenze aus beruflichen Gründen überschreiten, plant Frankreich eine Teststrategie in Form von wöchentlichen Tests. Näheres auf der Website des französischen Gesundheitsministeriums.

Bereits seit dem 24. Januar ist für die Einreise nach Frankreich ein negativer PCR-Test notwendig. Dies galt zunächst nur für die Einreise per Flugzeug und Schiff. Seit dem 31. Januar gilt dies auch für Personen, die auf dem Landweg einreisen, etwa mit dem Auto oder dem Zug. Der Test darf nicht älter als 72 Stunden sein. Von der Testpflicht ausgenommen sind u. a. Pendler und Grenzbewohner. Für Grenzbewohner hat die französische Regierung einen Radius von 30 km (ab dem Wohnsitz) festgelegt. 

In Frankreich bleibt die nächtliche Ausgangssperre (couvre-feu) von 18 bis 6 Uhr weiter bestehen.

In Deutschland wurde der Lockdown bis zum 7. März verlängert. In Baden-Württemberg wurden die landesweiten Ausgangsbeschränkungen aufgehoben.

Seit dem 14. Januar gelten für die Einreise nach Deutschland neue Test- und Anmeldepflichten.

Einreiseanmeldung, Test- und Quarantänepflicht

In Deutschland gelten verschärfte Vorschriften bei Einreise in Bezug auf die digitale Einreiseanmeldung sowie die Test- und Quarantänepflicht. Einen Überblick über die Regelungen und Ausnahmen der Bundesländer können Sie unserem Artikel Coronavirus: Was bedeutet das für die Grenzregion? entnehmen. 

Hier geht's direkt zur digitalen Einreiseanmeldung.

Bitte bedenken Sie

Um die Corona-Pandemie einzudämmen, kommt es auf jeden Einzelnen an. Nehmen Sie den Infektionsschutz ernst und verzichten Sie auf unnötige Fahrten ins Nachbarland. Was erlaubt ist, ist in diesen Tagen nicht unbedingt empfehlenswert. 


1. Gibt es Grenzkontrollen? Brauche ich beim Grenzübertritt bestimmte Formulare?

Die deutsch-französischen Grenzen bleiben offen. Systematische Kontrollen durch die Polizei werden nicht durchgeführt. Es kann jedoch zu stichprobenartigen Kontrollen auf beiden Seiten des Rheins kommen.

Seit dem 31. Januar müssen Personen über 11 Jahren, deren Zielort in Frankreich weiter als 30 km von ihrem Wohnsitz in Deutschland entfernt liegt, bei Einreise einen negativen PCR-Test (nicht älter als 72 Stunden) sowie eine Erklärung mitführen, dass man in den letzten 48 Stunden keine Corona-Symptome hatte und in den vergangenen zwei Wochen nicht in Kontakt mit infizierten Personen stand. Das entsprechende Formular gibt´s auf der Website des französischen Innenministeriums.

Aufgrund der nächtlichen Ausgangssperre (couvre-feu) in Frankreich, ist bei unbedingt notwendigen Ausgängen zwischen 18 Uhr und 6 Uhr das Formular "Attestation de déplacement dérogatoire durant les horaires du couvre-feu" auszufüllen und mitzuführen. Dieses können Sie auch digital ausfüllen und bei einer Kontrolle mit dem Smartphone vorzeigen. Die Gründe, die einen nächtlichen Ausgang erlauben, haben wir für Sie hier ins Deutsche übersetzt.

Es gibt weiterhin gesonderte Formulare, z. B. für Berufstätige eine aktualisierte "Justificatif de déplacement professionnel", die für berufliche Fahrten vor 6 Uhr oder nach 18 Uhr genutzt werden muss.

Immer dabei haben muss man ein gültiges Ausweisdokument (Personalausweis oder Reisepass). 

 

2. Ich wohne in Deutschland. Darf ich nach Frankreich reisen?

Nach den neuesten Vorschriften in Frankreich ist der Grenzübertritt nicht mehr so einfach möglich.

Seit dem 31. Januar müssen Personen über 11 Jahren bei Einreise nach Frankreich einen negativen PCR-Test sowie eine ausgefüllte Bescheinigung mitführen, die angibt, dass man in den letzten 48 Stunden keine Corona-Symptome hatte und in den vergangenen zwei Wochen auch nicht in Kontakt mit infizierten Personen stand. Der PCR-Test darf nicht älter als 72 Stunden sein. 

Diese Regelung gilt nicht für

  • Berufspendler
  • Grenzbewohner, die sich nicht weiter als 30 km von ihrem Wohnsitz wegbewegen
  • den Güterverkehr
  • dringende berufliche Reisen, die einen PCR-Tests kurzfristig nicht möglich machen

Zudem gibt es in Frankreich eine nächtliche Ausgangssperre (couvre-feu). Diese gilt seit dem 16. Januar von 18 bis 6 Uhr. Nur einige wenige Gründe erlauben in dieser Zeit das Verlassen der Wohnung. Spaziergänge und sportliche Aktivitäten im Freien sind beispielsweise untersagt. Bei Nichteinhaltung droht eine Strafe von 135 Euro. Auch Langstreckenfahrten mit dem Auto sind in der Zeit des "couvre-feu" nicht erlaubt. Reisen mit der Bahn oder dem Flugzeug sind gestattet.  

Bei der Rückreise nach Deutschland müssen Sie eventuell folgende Verpflichtungen beachten:

  • digitale Einreiseanmeldung
  • Testpflicht
  • Quarantänepflicht – diese kann von Bundesland zu Bundesland unterschiedlich ausfallen
  • Ausgangssperren – diese können von Bundesland zu Bundesland unterschiedlich ausfallen


3. Ich wohne in Frankreich. Darf ich nach Deutschland reisen?

Ja, die Grenzen sind offen. Sie müssen sich aber an die Einreiseregelungen des jeweiligen Bundeslandes halten (z. B. 24-Stunden-Regelung oder Quarantäne und Testpflicht).  

Sie dürfen nur nach Baden-Württemberg einreisen, wenn Sie dies nicht aus überwiegend touristischen Gründen oder zum Zwecke des Einkaufens tun. Wenn Sie also nur für einen Ausflug oder weil Sie einkaufen gehen wollen nach Baden-Württemberg fahren, müssen Sie in Baden-Württemberg 10 Tage in  Quarantäne und einen Corona-Test machen lassen. 

Bei Rückkehr nach Frankreich ist ein negativer PCR-Test notwendig, sowie eine ausgefüllte Bescheinigung, die angibt, dass man keine Corona-Symptome hat. Grenzbewohner, deren Zielort weniger als 30 km von ihrem Wohnsitz entfernt liegt und die sich nicht länger als 24 Stunden im Nachbarland aufhalten, sind hiervon ausgenommen.  

Zu beachten ist auch die nächtliche Ausgangssperre in Frankreich.

 

4. Ich wohne in Deutschland. Darf ich in Frankreich einkaufen gehen?

Grundsätzlich ist dies möglich, denn Geschäfte sind in Frankreich geöffnet. 

Seit dem 31. Januar müssen Personen über 11 Jahren, deren Zielort in Frankreich über 30 km von ihrem Wohnsitz in Deutschland entfernt ist, bei Einreise nach Frankreich einen negativen PCR-Test (nicht älter als 72 Stunden) sowie eine Bescheinigung dabei haben, die angibt, dass man keine Corona-Symptome hat.  

Zudem müssen Sie die Regelungen Ihres Bundeslandes beachten.

Wenn Sie aus Rheinland-Pfalz oder dem Saarland kommen, dürfen Sie in Frankreich problemlos Einkäufe erledigen. Eine Quarantänepflicht gibt es nicht, solange Sie weniger als 72 Stunden bleiben. Eine Testpflicht besteht jedoch bereits, wenn Sie länger als 24 Stunden im Risikogebiet bleiben.

Bewohnern aus Baden-Württemberg wurde der umstandslose Einkauf im Nachbarland ein Riegel vorgeschoben. Denn wer nur zum Einkaufen nach Frankreich fährt, muss nach Rückkehr für 10 Tage in Quarantäne.

 

5. Ich wohne in Frankreich. Darf ich in Deutschland einkaufen gehen?

Ja, Sie können in Deutschland Einkäufe erledigen. In der Grenzregion ist dies aktuell aber nur in Rheinland-Pfalz und im Saarland problemlos möglich. 

Wenn Sie in Baden-Württemberg Einkäufe erledigen möchten, müssten Sie sich nach den dortigen Regelungen erst einmal 10 Tage in Baden-Württemberg in Quarantäne begeben.

Bedenken Sie auch, dass es in Deutschland noch bis mindestens 7. März 2021 einen Lockdown gibt. Der Einzelhandel ist weitestgehend geschlossen. Nur Lebensmittelgeschäfte, Wochenmärkte für Lebensmittel sowie einige andere Geschäfte dürfen öffnen (was in den Grenzländern geöffnet ist, siehe Frage 16/17).

Der Aufenthalt in Deutschland darf nicht länger als 24 Stunden dauern. 

Bei Rückkehr nach Frankreich ist evtl. ein negativer PCR-Test notwendig, sowie eine ausgefüllte Bescheinigung, die angibt, dass man keine Corona-Symptome hat. Grenzbewohner, deren Zielort weniger als 30 km von ihrem Wohnsitz entfernt liegt und die sich nicht länger als 24 Stunden im Nachbarland aufhalten, sind hiervon ausgenommen.  

Berufspendler dürfen in Deutschland Einkäufe erledigen. 

 

6. Ich wohne in Frankreich. Darf ich Online bestellte Ware in Deutschland abholen?

In der Grenzregion ist dies aktuell nur in Rheinland-Pfalz und im Saarland problemlos möglich. 

Wenn Sie in Baden-Württemberg bestellte Ware abholen möchten, müssten Sie sich nach den dortigen Regelungen erst einmal 10 Tage in Baden-Württemberg in Quarantäne begeben. Laut Information der Behörden in Baden-Württemberg fällt das Abholen von Online bestellter Ware ebenfalls unter den Begriff „Einkaufen“ und ist daher aktuell nicht möglich.

Der Aufenthalt in Deutschland darf nicht länger als 24 Stunden dauern. 

Bei Rückkehr nach Frankreich ist evtl. ein negativer PCR-Test notwendig, sowie eine ausgefüllte Bescheinigung, die angibt, dass man keine Corona-Symptome hat. Grenzbewohner, deren Zielort weniger als 30 km von ihrem Wohnsitz entfernt liegt und die sich nicht länger als 24 Stunden im Nachbarland aufhalten, sind hiervon ausgenommen.  

 

7. Ich wohne in Deutschland. Darf ich Online bestellte Ware in Frankreich abholen?

In der Grenzregion ist dies aktuell nur dann möglich, wenn Sie in Rheinland-Pfalz oder im Saarland wohnen. 

Wenn Sie in Baden-Württemberg wohnen und bestellte Ware in Frankreich abholen möchten, müssten Sie sich nach den dortigen Regelungen nach Rückkehr 10 Tage in Baden-Württemberg in Quarantäne begeben. Laut Information der Behörden in Baden-Württemberg fällt das Abholen von Online bestellter Ware ebenfalls unter den Begriff „Einkaufen“ und ist daher aktuell nicht möglich.

Bei Einreise nach Frankreich ist evtl. ein negativer PCR-Test notwendig, sowie eine ausgefüllte Bescheinigung, die angibt, dass man keine Corona-Symptome hat. Grenzbewohner, deren Zielort weniger als 30 km von ihrem Wohnsitz entfernt liegt und die sich nicht länger als 24 Stunden im Nachbarland aufhalten, sind hiervon ausgenommen.  

 

8. Darf ich einen Handwerker aus Deutschland zur Tätigkeit in Frankreich beauftragen?

Ja. Sie haben das Recht, einen deutschen Handwerker für Tätigkeiten in Frankreich zu beauftragen und er darf auch die Grenze überqueren. Allerdings könnte es sein, dass dieser aufgrund der aktuellen Situation den Auftrag nicht annimmt.

Darüber hinaus gelten die französischen Vorschriften für die Mitarbeiterentsendung aus dem EU-Ausland nach Frankreich. Weitere Informationen finden Sie unter der Rubrik: "Mitarbeiterentsendung nach Frankreich".

 

9. Kann ich einen Arzttermin in Frankreich / Deutschland wahrnehmen?

Ja, bedenken Sie aber die französische Regelung des 30-km-Radius. Das heißt, wenn Sie bei  Arztterminen mehr als 30 km von Ihrem Wohnsitz entfernt sind, benötigen Sie bei Einreise nach Frankreich einen negativen PCR-Test sowie eine Bescheinigung, die bestätigt, dass Sie keine Corona-Symptome haben.

 

10. Ich habe einen Zweitwohnsitz in Frankreich. Darf ich über die Grenze?

Ja, bei Einreise ist jedoch ein negativer PCR-Test sowie eine ausgefüllte Bescheinigung notwendig, die angibt, dass man in den letzten 48 Stunden keine Corona-Symptome hatte. Der PCR-Test darf nicht älter als 72 Stunden sein. Grenzbewohner, die sich nicht weiter als 30 km von ihrem Wohnsitz wegbewegen, sind von der Regelung ausgenommen. Die Reise mit dem Auto sollte zudem nicht in die Zeit der nächtlichen Ausgangssperre fallen. Ansonsten droht ein Bußgeld. Beachten Sie, dass Sie je nach Dauer Ihres Aufenthalts folgende Pflichten bei Rückkehr nach Deutschland beachten müssen: 

  • digitale Einreiseanmeldung (Aufenthalt >24 Stunden) 
  • Testpflicht (Aufenthalt >24 Stunden) 
  • Quarantänepflicht (abhängig von dem Bundesland, in dem Sie wohnen)


Grenzüberschreitende Informationen unserer Partner: 


11. Ich wohne in Deutschland. Kann ich meinen Lebenspartner in Frankreich besuchen?

Ja, bei der Einreise nach Frankreich ist aber zu beachten: Personen über 11 Jahren müssen seit dem 31. Januar einen negativen PCR-Test sowie eine ausgefüllte Bescheinigung mitführen, die angibt, dass man in den letzten 48 Stunden keine Corona-Symptome hatte. Der PCR-Test darf nicht älter als 72 Stunden sein. Grenzbewohner, die sich nicht weiter als 30 km von ihrem Wohnsitz wegbewegen, sind hiervon ausgenommen. 

Wenn Sie Fahrten während der nächtlichen Ausgangssperre in Frankreich unternehmen (zwischen 18 und 6 Uhr) sollten Sie eine ausgefüllte „Attestation de déplacement dérogatoire durant les horaires du couvre-feu“ mit sich führen. Anzukreuzen ist der Punkt "Déplacement pour motif familial impérieux (...)".

Um den Lebenspartner zu treffen, gestatten die drei Grenzländer BW, RLP und Saarland einen Aufenthalt bis zu 72 Stunden in Frankreich. Wenn Sie länger bleiben, müssen Sie frühestens 48 Stunden vor der Rückreise oder unmittelbar danach einen Corona-Test machen lassen. Ist dieser negativ, sind Sie von der Quarantänepflicht befreit. 

Beim Besuch des Lebenspartners im Nachbarland spielt es übrigens keine Rolle, ob Paare verheiratet sind oder nicht. 

 

12. Ich wohne in Deutschland. Kann ich Familienangehörige in Frankreich besuchen?

Ja, aber bei der Einreise nach Frankreich muss beachtet werden, dass Personen über 11 Jahren  einen negativen PCR-Test sowie eine ausgefüllte Bescheinigung mitführen müssen. In der Erklärung muss angegeben werden, dass man in den letzten 48 Stunden keine Corona-Symptome hatte. Der PCR-Test darf nicht älter als 72 Stunden sein. Grenzbewohner, die sich nicht weiter als 30 km von ihrem Wohnsitz wegbewegen, sind von der Regelung ausgenommen. 

Die Corona-Verordnungen aus Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz und dem Saarland erlauben es, Kinder oder Eltern bis zu 72 Stunden in einem Risikogebiet zu besuchen. Bei einem Aufenthalt von mehr als 24 Stunden ist die digitale Einreiseanmeldung verpflichtend. 

Wenn Sie länger bleiben, müssen Sie 48 Stunden vor der Rückreise oder unmittelbar danach einen Corona-Test machen lassen. Ist dieser negativ, sind Sie von der Quarantänepflicht befreit. 

Der Besuch von Verwandten zweiten Grades ist für max. 24 Stunden gestattet. Soll der Aufenthalt länger dauern, muss 48 Stunden vor oder unmittelbar nach Rückreise ein Covid-Test gemacht werden. In diesem Fall ist die digitale Einreiseanmeldung verpflichtend, nicht aber eine 10-tägige Quarantäne. 

Gesundheitsämter in BW, RLP und Saarland akzeptieren Corona-Tests in deutscher, französischer und englischer Sprache.

 

13. Kann ich nach Frankreich reisen, um Freunde und Bekannte zu treffen? 

Ja, aber bei der Einreise nach Frankreich ist folgendes zu beachten: Personen über 11 Jahren müssen seit dem 31. Januar einen negativen PCR-Test sowie eine ausgefüllte Bescheinigung vorweisen können, die angibt, dass man in den letzten 48 Stunden keine Corona-Symptome hatte. Der PCR-Test darf nicht älter als 72 Stunden sein. Grenzbewohner, die sich nicht weiter als 30 km von ihrem Wohnsitz wegbewegen, sind von dieser Regelung ausgenommen. 

Bezüglich der Rückreise nach Deutschland gelten in den Grenzländern folgende Regelungen: Baden-Württemberg erlaubt im Nachbarland einen Aufenthalt von bis zu 24 Stunden in Frankreich. Rheinland-Pfalz und das Saarland gestatten sogar 72 Stunden. Bewohner aus dem Saarland dürfen sich jedoch nur im französischen Grenzgebiet aufhalten. Wenn Sie sich daranhalten, besteht bei Rückreise keine Quarantänepflicht. Aber: wer sich länger als 24 Stunden in einem Risikogebiet aufhält muss die digitale Einreiseanmeldung machen und sich vor oder unmittelbar nach Einreise nach Deutschland testen lassen.

 

14. Kann ich nach Deutschland / Frankreich reisen, um pflegebedürftigen Menschen zu helfen? 

Ja, seit dem 31. Januar gilt jedoch in Frankreich: Personen über 11 Jahren müssen bei Einreise nach Frankreich einen negativen PCR-Test sowie eine ausgefüllte Bescheinigung mitführen, die angibt, dass man in den letzten 48 Stunden keine Corona-Symptome hatte. Der PCR-Test darf nicht älter als 72 Stunden sein. Grenzbewohner, die sich nicht weiter als 30 km von ihrem Wohnsitz wegbewegen, sind von der Regelung ausgenommen. 

Wer während der nächtlichen Ausgangssperre in Frankreich reist, muss zudem das Formular „Attestation de déplacement dérogatoire durant les horaires du couvre-feu“ ausfüllen und mitführen.

Bei Besuch von Altersheimen und Krankenhäusern in Deutschland sollten Sie sich über die jeweiligen Besucherregeln informieren. Grundsätzlich gilt, wenn Sie länger als 24 Stunden nach Deutschland reisen, müssen Sie sich 48 Std. vor 48 Std. nach der Einreise auf Corona testen lassen. Die digitale Einreiseanmeldung ist ebenfalls verpflichtend, wenn der Aufenthalt länger als 24 Stunden dauert. 

 

15. Ich wohne in Frankreich. Darf ich Familienangehörige in Deutschland besuchen?

Theoretisch ja, Sie müssen aber die Vorschriften in Frankreich und Deutschland beachten. 

Die Corona-Verordnungen aus Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz und dem Saarland erlauben es, Kinder oder Eltern bis zu 72 Stunden zu besuchen. 

Wenn Sie länger bleiben wollen, müssen Sie 48 Stunden vor der Einreise nach Deutschland oder unmittelbar danach einen Corona-Test machen lassen. Ist dieser negativ, sind Sie von der Quarantänepflicht befreit. 

Der Besuch von Verwandten zweiten Grades ist für max. 24 Stunden gestattet. Soll der Aufenthalt länger dauern, muss 48 Stunden vor oder unmittelbar nach Einreise ein Covid-Test gemacht wird. In diesem Fall muss ist die digitale Einreiseanmeldung verpflichtend, nicht aber eine 10-tägige Quarantäne. 

Gesundheitsämter akzeptieren Tests in deutscher, französischer und englischer Sprache.

Bei Rückkehr nach Frankreich ist ein negativer PCR-Test notwendig, sowie eine ausgefüllte Bescheinigung, die angibt, dass man keine Corona-Symptome hat. Grenzbewohner, deren Zielort weniger als 30 km von ihrem Wohnsitz entfernt liegt und die sich nicht länger als 24 Stunden im Nachbarland aufhalten, sind hiervon ausgenommen.  


16. Ich wohne in Frankreich. Kann ich meinen Lebenspartner in Deutschland besuchen?

Ja. Die aktuellen Corona-Verordnungen der Grenzländer (BW, RLP und Saarland) erlauben es, aus einem ausländischen Risikogebiet nach Deutschland einzureisen, um den Lebenspartner zu besuchen (dabei spielt es keine Rolle, ob Paare verheiratet sind oder nicht). Sie sollten sich aber an die Aufenthaltsdauer von 72 Stunden halten. 

Wenn Sie länger bleiben wollen, müssen Sie 48 Stunden vor der Einreise nach Deutschland oder unmittelbar danach einen Corona-Test machen lassen. Ist dieser negativ, sind Sie von der Quarantänepflicht befreit. 

Gesundheitsämter in BW, RLP und Saarland akzeptieren Corona-Tests in deutscher, französischer und englischer Sprache.

Bei Rückkehr nach Frankreich ist ein negativer PCR-Test notwendig, sowie eine ausgefüllte Bescheinigung, die angibt, dass man keine Corona-Symptome hat. Grenzbewohner, deren Zielort weniger als 30 km von ihrem Wohnsitz entfernt liegt und die sich nicht länger als 24 Stunden im Nachbarland aufhalten, sind hiervon ausgenommen.  

Wenn Sie Fahrten während der nächtlichen Ausgangssperre in Frankreich unternehmen (zwischen 18 und 6 Uhr) sollten Sie eine ausgefüllte „Attestation de déplacement dérogatoire durant les horaires du couvre-feu“ mit sich führen. Anzukreuzen ist der Punkt "Déplacement pour motif familial impérieux, (...)"

 

17. Was gilt in Baden-Württemberg?

Die Landesregierung hat die Corona-Maßnahmen bis zum 7. März verlängert.

In folgenden Bereichen ist eine medizinische Maske zu tragen (FFP2, KN95, N95, oder OP-Masken):

  • im öffentlichen Personenverkehr, sowie an Bahnsteigen oder Haltestellen
  • beim Einkaufen
  • am Arbeitsplatz und an Einsatzorten, wenn der Mindestabstand (1,5 m) nicht eingehalten werden kann
  • In Arztpraxen, Krankenhäusern und Pflegeeinrichtungen
  • In Gottesdiensten und anderen religiösen Veranstaltungen
  • bei erlaubten körpernahen Dienstleistungen, wie medizinsicher Fußpflege
  • in Friseurbetrieben von Angestellten
  • bei Angeboten der beruflichen Bildung im Bereich der gewerblichen Wirtschaft

Ansonsten gilt: 

  • Private Treffen im öffentlichen oder privaten Raum sind nur mit Personen aus demselben Haushalt plus einer weiteren Person erlaubt. Hinzukommen dürfen Kinder bis 14 Jahren aus beiden Haushalten. Kinderbetreuung: Kinder aus maximal zwei Haushalten dürfen zusammen in einer festen, familiär oder nachbarschaftlich organisierten Betreuungsgemeinschaft betreut werden.
  • Der Einzelhandel bleibt geschlossen. Geöffnet sind: Babyfachmärkte. Bäckereien und Konditoreien. Banken. Drogerien. Getränkemärkte. Großhandel. Hörgeräteakustiker. Kraftfahrzeug- und Fahrradwerkstätten sowie Ersatzteilverkauf. Lebensmittelmärkte. Metzgereien. Optiker. Orthopädieschuhtechniker. Poststellen und Paketshops, aber ohne den Verkauf von weiteren Waren. Reformhäuser. Reinigung und Waschsalons. Reise- und Kundenzentren für den öffentlichen Verkehr. Sanitätshäuser. Tafeln. Tankstellen. Telefonshops für Reparatur, Austausch und Störungsbehebung. Tierbedarf- und Futtermärkte. Wochenmärkte. Zeitschriften- und Zeitungskioske.
    Geschlossene Geschäfte dürfen Lieferdienste und Abholangebote (Click & Collect) anbieten. 
    Körpernahe Dienstleistungen bleiben mit Ausnahme von medizinisch notwendigen Behandlungen geschlossen.
    Für geöffnete Geschäfte gilt weiterhin: 
    Geschäfte mit weniger als 10 m² Verkaufsfläche: maximal ein Kunde. Geschäfte mit bis zu 800 m²: ein Kunde pro 10 m². Für noch größere Geschäfte gilt: ein Kunde pro 20 m² (Lebensmittelgeschäfte sind nicht betroffen). Vor Geschäften und auf den Parkplätzen muss eine Maske getragen werden. Warteschlangen sollen vermeiden und der Zutritt gesteuert werden.
  • NEU: Frisöre, die nach der Handwerksordnung Friseurdienstleistungen erbringen dürfen, können ab 1. März wieder öffnen, wenn es das Infektionsgeschehen zulässt. 
  • Gastronomische Betriebe bleiben geschlossen. Die Abholung oder die Lieferung ist bis 20 Uhr möglich. Im öffentlichen Raum gilt Alkoholverbot. 
    Kantinen sind geschlossen. Mitnahme von Speisen wird erlaubt.
  • NEU: Kitas und Schulen bleiben bis 21. Februar geschlossen. Grundschulen sollen ab dem 22. Februar in den Wechselunterricht starten. Kitas und Kinderbetreuung sollen ab dem 22. Februar in den Regelbetrieb unter Pandemiebedingungen starten. Weiterführende Schulen bleiben zunächst bis zum 7. März im Fernunterricht.
  • Auf private Reisen sowie Ausflüge zu touristischen Zielen ist zu verzichten. An tagestouristischen Orten führen örtliche Behörden verstärkte Kontrollen durch.
    Touristische Busreisen und touristische Übernachtungsangebote (auch Campingplätze) sind nicht gestattet. Geschäftsreisen sowie Reisen und Übernachtungen in besonderen Härtefallen sind weiterhin möglich.
  • Gottesdienste finden weiter unter strengen Hygieneauflagen statt. Gemeindegesang ist untersagt.  

Eine Übersicht über alle neuen Regelungen bietet folgende Übersicht der Landesregierung BW.

Ausgangsbeschränkungen in Baden-Württemberg

In Baden-Württemberg wurden die landesweiten Ausgangsbeschränkungen zum 11. Februar aufgehoben. Liegt die 7-Tage-Inzidenz in einem Landkreis bei über 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner, können die Gesundheitsämter vor Ort aber weiter eine nächtliche Ausgangsbeschränkung von 21 bis 5 Uhr umsetzen.

Alle neuen und weiterhin geltenden Regelungen sowie Verordnungen gibt´s auf der Website der Landesregierung BW.

 

18. Was gilt in Rheinland-Pfalz und im Saarland?   

Auch die Landesregierungen Rheinland-Pfalz und Saarland haben ihre Corona-Maßnahmen bis zum 7. März verlängert. 

Was sich im Februar/März in Rheinland Pfalz ändert, können Sie auf folgender Website der Landesregierung RLP nachlesen. 

Näheres zur aktuellen Lage im Saarland gibt's bei der Landeregierung Saarland.

 

19. Ich bin in Deutschland von der Maskenpflicht befreit. Gilt das auch für Frankreich? 

Nein. Die deutschen Atteste, dass aus gesundheitlichen Gründen keine Maske getragen werden kann, werden in Frankreich nicht anerkannt. Sie bräuchten also ein Attest eines französischen Arztes. Ebenso reicht die Vorlage eines deutschen Schwerbehindertenausweises dafür nicht aus.

Weitere Informationen für die Grenzregion

 

Weitere Informationen in Sachen Coronavirus und Reiserecht in Europa


Vorsicht Falle

Zeiten, in denen die Menschen Angst um ihre Gesundheit haben, rufen betrügerische Unternehmen auf den Plan, die nur an Ihr Geld wollen. Auf unserer Seite "Betrugsmaschen in der Coronavirus Krise" erklären Ihnen die Tricks und wie Sie sich davor schützen können.

  • Artikel schließen