Coronavirus in der Grenzregion FAQs

In Frankreich gilt eine Ausgangssperre mit strengen Vorschriften. Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz und das Saarland haben zudem ihre Corona-Verordnungen angepasst. Für Berufspendler, Grenzbewohner und Reisende stellen sich damit unterschiedliche Fragen, die wir in unserem FAQ beantworten.

Stand der Informationen : November 2020

25. Nov. 2020, 15:30 Uhr

Aktuelles - 25. 11. 2020

Frankreich hat eine Lockerung der Ausgangssperre (confinement) bekannt gegeben. Diese soll in drei Stufen erfolgen. Ab 28. November 2020 dürfen z. B. alle Geschäfte wieder öffnen. Spaziergänge sowie körperliche Aktivitäten im Freien sind bis zu 3 Stunden und im Umkreis von 20 km der eigenen Wohnung erlaubt. Eine Bescheinigung muss aber weiter mitgeführt werden. Am 15. Dezember 2020 soll die ganztägige Ausgangssperre beendet werden (vorausgesetzt, die Gesundheitsziele werden erreicht). Eingeführt werden soll stattdessen eine nächtliche Ausgangssperre (couvre-feu) von 21 Uhr bis 7 Uhr, die jedoch nicht an Heiligabend und Sylvester gelten soll. Das Reisen innerhalb Frankreichs soll wieder möglich sein, so dass zu Weihnachten die Familie besucht werden kann. Restaurants sollen erst in einer dritten Stufe ab 20 Januar 2021 wieder öffnen.

Die französische Regierung hat Präzisierungen zu den neuen Regelungen angekündigt. Sobald diese zur Verfügung stehen, werden wir diese in unseren FAQs berücksichtigen.

Mal kurz ins Nachbarland

Regelungen nach den neuen Corona-Verordnungen aus Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz und dem Saarland.

Ich wohne in Deutschland. Ich darf ohne Weiteres

  • für 24 Stunden nach Frankreich, wenn ich in Baden-Württemberg wohne.
  • für 72 Stunden nach Frankreich, wenn ich in Rheinland-Pfalz wohne.
  • für 72 Stunden nach Frankreich, wenn ich im Saarland wohne und in der Grenzregion bleibe.

Ich wohne in Frankreich: Ich darf ohne Weiteres  

  • nach Baden-Württemberg, wenn ich im Département Bas-Rhin oder Haut-Rhin meinen Erst- oder Zweitwohnsitz habe und nicht länger als 24 Stunden bleibe.
  • nach Rheinland-Pfalz, wenn ich weniger als 24 Stunden bleibe.
  • ins Saarland, wenn ich weniger als 24 Stunden bleibe und in der Grenzregion wohne.

Je nach dem, was Sie im Nachbarland vorhaben (Einkaufen, Familie besuchen etc.) gelten gesonderte Regelungen, die Sie den einzelnen Fragen entnehmen. 

ACHTUNG: Beachten Sie die franz. Regelungen der Ausgangssperre, die auch bei Kurzaufenthalten gelten. 

In Frankreich müssen Sie ein ausgefülltes Formular mit dem Grund Ihrer Fahrt mit sich führen, ansonsten riskieren Sie ein Bußgeld. Die Landesregierung Saarland stellt Übersetzungen in deutscher Sprache zur Verfügung. Diese dienen als Hilfe zum Ausfüllen der französischen Formulare.

Bitte bedenken Sie

Um die Corona-Pandemie einzudämmen, kommt es auf jeden Einzelnen an. Nehmen Sie den Infektionsschutz ernst und verzichten Sie auf unnötige Fahrten ins Nachbarland. Was erlaubt ist, ist in diesen Tagen nicht unbedingt empfehlenswert. 


1. Gibt es Grenzkontrollen? Brauche ich beim Grenzübertritt bestimmte Formulare?

Die deutsch-französischen Grenzen bleiben offen. Systematische Kontrollen durch die Polizei werden nicht durchgeführt. Es kann jedoch zu stichprobenartigen Kontrollen auf beiden Seiten des Rheins kommen. Auch wenn für den Grenzübergang keine Bescheinigung verlangt wird, ist auf französischem Boden aufgrund der Ausgangssperre (confinement) immer eine ausgefüllte Sonderausgangsbescheinigung (Attestation de déplacement dérogatoire) mitzuführen. Diese können Sie auch digital ausfüllen und bei einer Kontrolle mit dem Smartphone vorzeigen. Es gibt auch gesonderte Formulare, z. B. für Berufstätige die Justificatif de déplacement professionnelImmer dabei haben muss man ein gültiges Ausweisdokument (Personalausweis oder Reisepass).

  

2. Ich wohne in Deutschland. Darf ich nach Frankreich reisen?

Ja. Aufgrund der Ausgangssperre in Frankreich müssen Sie sich aber an die dortigen Vorschriften halten. Das heißt, dass Sie bei der Einreise einen triftigen Grund haben müssen, andernfalls droht bei einer Kontrolle ein Bußgeld (135 Euro). Wer sich auf französischem Boden bewegt, benötigt zudem eine selbst ausgefüllte Bescheinigung. Freizeitreisen, wie Tagesausflüge in die Vogesen oder Stadtbesichtigungen, sind während der Ausgangssperre also nicht gestattet. Eine Testpflicht auf Corona gibt es in Frankreich übrigens nicht.  

Bei der Rückreise nach Deutschland müssen Sie sich an die Corona-Regelungen Ihres Bundeslandes halten. Baden-Württemberg erlaubt grundsätzlich Aufenthalte bis zu 24 Stunden in Frankreich. Rheinland-Pfalz und das Saarland gestatten 72 Stunden. Wenn Sie aus dem Saarland kommen, dürfen Sie sich aber nur im französischen Grenzgebiet aufgehalten haben. Ansonsten müssen Sie sich bei Rückreise 10 Tage in Quarantäne begeben, die frühestens am 5 Tag durch einen negativen Corona-Test aufgehoben werden kann. 


3. Ich wohne in Deutschland. Darf ich in Frankreich einkaufen gehen?

Ja. Nach den Regelungen der französischen Ausgangssperre müssen Einkäufe aber in der Nähe des Wohnsitzes erledigt werden. Sie sollten in Frankreich also nur in unmittelbarer Grenznähe einkaufen. Erlaubt sind nur dringend erforderliche Einkäufe, wie z. B. Lebensmittel. Zudem sollten Sie bedenken, dass nur wirklich notwendige Geschäfte geöffnet haben, wie Lebensmittelgeschäfte, Apotheken, Zeitschriftenläden, Optiker oder Banken. Die Präfektur Bas-Rhin stellt eine Liste mit geöffneten Geschäften zur Verfügung. Mitzuführen ist eine ausgefüllte Sonderausgangsbescheinigung (Attestation de déplacement dérogatoire).

Bezüglich der Rückreise nach Deutschland gelten in den Grenzländern folgende Regelungen: Baden-Württemberg erlaubt für den Einkauf im Nachbarland einen Aufenthalt von bis zu 24 Stunden in Frankreich. Rheinland-Pfalz und das Saarland gestatten sogar 72 Stunden. Wenn Sie sich daran halten, besteht bei Rückreise keine Quarantäne- bzw. Testpflicht.
 

4. Ich wohne in Deutschland. Kann ich meinen Lebenspartner in Frankreich besuchen?

Ja. Französische Behörden bestätigten dem ZEV gegenüber, dass sich deutsch-französische Paare, von denen einer in Frankreich und der andere in Deutschland lebt, gegenseitig besuchen können. Dabei spielt es keine Rolle, ob die Paare verheiratet sind oder nicht.

Eine ausgefüllte Sonderausgangsbestätigung (Attestation dérogatoire de déplacement) ist mitzuführen und bei einer Polizeikontrolle in Frankreich vorzuzeigen. Anzukreuzen ist "zwingende familiäre Gründe" (motif familial impérieux).

Um den Lebenspartner zu treffen, gestatten die drei Grenzländer BW, RLP und Saarland einen Aufenthalt bis zu 72 Stunden in Frankreich. Wenn Sie länger bleiben, müssen Sie nach Rückreise 

  •  für 10 Tage in Quarantäne, die frühestens am fünften Tag durch einen negativen Corona-Test aufgehoben werden kann. 
  • ODER: dem Gesundheitsamt auf Verlangen einen negativen Corona-Test vorlegen, der höchstens 48 Stunden alt sein darf.

Gesundheitsämter in BW, RLP und Saarland akzeptieren Corona-Tests in deutscher, französischer und englischer Sprache.

5. Ich wohne in Deutschland. Kann ich Familienangehörige in Frankreich besuchen?

Jein. Frankreich gestattet den Besuch von Familienangehörigen nur, wenn ein triftiger Grund vorliegt, z. B. die im Elsass lebende Mutter ist pflegedürftig. Eine Sonderausgangsbescheinigung (attestation dérogatoire de déplacement) muss mitgeführt werden. Anzukreuzen ist "zwingende familiäre Gründe" (motif familial impérieux). Einfach mal so Familienangehörige zu besuchen wird von Frankreich nicht toleriert und könnte bei einer Polizeikontrolle eine Strafe nach sich ziehen. 

Die neuen Corona-Verordnungen aus Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz und dem Saarland erlauben es, Kinder oder Eltern bis zu 72 Stunden in einem Risikogebiet zu besuchen. Der Besuch von Großeltern, Geschwistern oder Enkelkindern ist für max. 24 Stunden gestattet.

Wenn Sie länger bleiben, müssen Sie nach Rückreise 

  • für 10 Tage in Quarantäne, die frühestens am fünften Tag durch einen negativen Corona-Test aufgehoben werden kann. 
  • ODER: dem Gesundheitsamt auf Verlangen einen negativen Corona-Test vorlegen, der höchstens 48 Stunden alt sein darf.

Gesundheitsämter in BW, RLP und Saarland akzeptieren Corona-Tests in deutscher, französischer und englischer Sprache.

6. Kann ich nach Deutschland / Frankreich reisen, um pflegebedürftigen Menschen zu helfen? 

Ja. Gemäß den Regelungen der französischen Ausgangssperre ist der Besuch von Pflege- oder Schutzbedürftigen möglich. Es können also auch Fahrten ins Nachbarland unternommen werden. Neben einer ausgefüllten Sonderausgangsbescheinigung (Attestation de déplacement dérogatoire) sollte auch ein Dokument mitgeführt werden, dass den triftigen Grund belegt. 

Eine zeitliche Dauer für die Pflege von Personen haben deutsche und französische Behörden nicht festgelegt.

Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz und das Saarland verlangen jedoch die Vorlage eines negativen Corona-Tests, der nicht älter als 48 Stunden sein darf. Es werden Tests in deutscher, englischer und französischer Sprache akzeptiert.  

 

7. Wir haben alternierende Obhut vereinbart. Darf ich mein Kind aus Deutschland / Frankreich abholen?

Ja. Die französischen und deutschen Vorschriften erlauben das. Denn es handelt sich hier um einen triftigen Grund der Einreise.

Wenn Sie aus Frankreich nach Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz oder das Saarland einreisen, können Sie bis zu 72 Stunden bleiben. Gleiches gilt, wenn Sie von Deutschland nach Frankreich fahren, um Ihr Kind abzuholen. Auch hier gestatten die Grenzländer BW, RLP und Saarland einem Aufenthalt im Nachbarland bis zu 72 Stunden. 

Halten Sie sich nicht an die 72-Stunden-Regelung, müssen Sie im jeweiligen Bundesland  

  • für 10 Tage in Quarantäne, die frühestens am fünften Tag durch einen negativen Corona-Test aufgehoben werden kann. 
  • ODER: dem Gesundheitsamt auf Verlangen einen negativen Corona-Test vorlegen, der höchstens 48 Stunden alt sein darf.

Gesundheitsämter in BW, RLP und Saarland akzeptieren Corona-Tests in deutscher, französischer und englischer Sprache.

Für Reisen sollten Sie einen Sorgerechtsnachweis sowie für Fahrten in Frankreich eine ausgefüllte Sonderausgangsbescheinigung (Attestation de déplacement dérogatoire) dabeihaben. 

 

8. Kann ich einen Arzttermin in Frankreich / Deutschland wahrnehmen?

Grundsatz der Ausgangssperre ist, dass die Wohnung nur verlassen werden darf, wenn es einen triftigen Grund gibt. Gemäß der Sonderausgangsbescheinigung (Attestation de déplacement dérogatoire) ist die Wahrnehmung von Arztbesuchen erlaubt, sofern diese nicht aus der Ferne durchgeführt werden können. 

Da die Grenzen geöffnet sind, gilt dies auch für Arztbesuche im Nachbarland. Für Fahrten in Frankreich müssen Sie die oben genannte ausgefüllte Bescheinigung dabei haben. Zu Ihrer Sicherheit sollten Sie auch noch einen Nachweis über den Arztbesuch in Deutschland/ Frankreich mitnehmen (ausgestellt von der Arztpraxis). Denn bei einer Polizeikontrolle kommt es auf die Einzelfallprüfung der Beamten an.

9. Ich habe einen Zweitwohnsitz in Frankreich. Darf ich über die Grenze?

Nach den Regularien der französischen Ausgangssperre darf sich der Aufenthaltsort während der Ausgangssperre nicht ändern. Aus diesem Grunde ist auch die Fahrt zu einem Zweitwohnsitz nicht einfach so möglich. Ausnahmen sind aber zulässig, etwa, wenn zwingend erforderliche Dinge erledigt werden müssen (z. B. Auflösung des Mietvertrags, Betreuung von Kindern, Tieren oder schutzbedürftigen Personen oder dringende Reparaturen, wie ein Wasserrohrbruch). Eine ausgefüllte Sonderausgangsbescheinigung (Attestation de déplacement dérogatoire) und ein gültiger Ausweis sind mitzuführen.

10. Ich wohne in Frankreich. Darf ich nach Deutschland reisen?

Ja, die Grenzen sind offen. Sie müssen sich aber an die Einreiseregelungen des jeweiligen Bundeslandes halten (z. B. 24-Stunden-Regelung in BW oder Quarantäne bzw. Testpflicht).  

Zudem müssen Sie die Vorschriften der französischen Ausgangssperre berücksichtigen. Diese besagen, dass die Wohnung nur in Ausnahmefällen verlassen werden darf, z. B. um notwendige Einkäufe zu tätigen, zur Arbeit zu fahren, zum Arzt zu gehen oder um eine pflegebedürftige Person zu unterstützen. Eine entsprechende Bescheinigung muss mitgeführt werden. Private Reisen, etwa Tagesausflüge in den Schwarzwald, verstoßen also gegen die französische Ausganssperre.
 

11. Ich wohne in Frankreich. Darf ich in Deutschland einkaufen gehen?

Gemäß der Ausgangsbescheinigung darf die Wohnung für den Einkauf von Lebensmitteln und anderen wichtigen Bedarfsgütern verlassen werden („Déplacement pour effectuer (…) des achats de première nécessité“). In Deutschland dürfen nur Bewohner, die in unmittelbarer Nähe der Grenze wohnen, notwendige Einkäufe erledigen, so die französischen Behörden. Eine Sonderausgangsbescheinigung (Attestation de déplacement dérogatoire) muss ausgefüllt und mitgeführt werden. Ein negativer Corona-Test ist nicht notwendig. Der Aufenthalt in Deutschland darf nicht länger als 24 Stunden dauern. 

Grenzgänger, die in Deutschland arbeiten, dürfen während oder nach ihrem Arbeitstag in Deutschland Einkäufe tätigen. 

 

12. Ich wohne in Frankreich. Darf ich Familienangehörige in Deutschland besuchen?

Jein. Die neuen Corona-Verordnungen aus Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz und dem Saarland erlauben es: Kinder oder Eltern dürfen bis zu 72 Stunden besucht werden. Der Besuch von Großeltern, Geschwistern oder Enkelkindern ist für max. 24 Stunden gestattet.

Wer länger bleibt, muss sich im jeweiligen Bundesland für 10 Tage in Quarantäne begeben ODER dem Gesundheitsamt auf Verlangen einen negativen Corona-Test vorlegen. Dieser darf höchstens 48 Stunden alt sein. Akzeptiert werden Tests in deutscher, französischer und englischer Sprache.

Allerdings dürfen Sie laut den Regelungen der französischen Ausgangssperre nur Familienangehörige besuchen, die pflegebedürftig sind. Wenn Sie auf französischem Boden reisen, müssen Sie zudem eine ausgefüllte Sonderausgangsbescheinigung (attestation dérogatoire de déplacement) dabei haben. Anzukreuzen ist "zwingende familiäre Gründe" (motif familial impérieux). 

13. Ich wohne in Frankreich. Kann ich meinen Lebenspartner in Deutschland besuchen?

Ja. Die aktuellen Corona-Verordnungen der Grenzländer (BW, RLP und Saarland) erlauben es, aus einem ausländischen Risikogebiet nach Deutschland einzureisen, um den Lebenspartner zu besuchen (dabei spielt es keine Rolle, ob Paare verheiratet sind oder nicht). Sie sollten sich aber an die Aufenthaltsdauer von 72 Stunden halten. Wenn Sie länger bleiben, müssen Sie in Deutschland  

  •  für 10 Tage in Quarantäne, die frühestens am fünften Tag durch einen negativen Corona-Test aufgehoben werden kann. 
  • ODER: dem Gesundheitsamt auf Verlangen einen negativen Corona-Test vorlegen, der höchstens 48 Stunden alt sein darf.

Gesundheitsämter in BW, RLP und Saarland akzeptieren Corona-Tests in deutscher, französischer und englischer Sprache.

Auch französische Behörden bestätigten dem ZEV gegenüber, dass sich deutsch-französische Paare, von denen einer in Frankreich und der andere in Deutschland lebt, gegenseitig besuchen können. Eine ausgefüllte Sonderausgangsbescheinigung (Attestation dérogatoire de déplacement) ist mitzuführen und bei einer Polizeikontrolle in Frankreich vorzuzeigen. Anzukreuzen ist "zwingende familiäre Gründe" (motif familial impérieux).

 

14. Darf ich einen Handwerker aus Deutschland zur Tätigkeit in Frankreich beauftragen?

Ja. Sie haben das Recht, einen deutschen Handwerker für Tätigkeiten in Frankreich zu beauftragen und er darf auch die Grenze überqueren. Allerdings könnte es sein, dass dieser aufgrund der aktuellen Situation den Auftrag nicht annimmt.

Darüber hinaus gelten die französischen Vorschriften für die Mitarbeiterentsendung aus dem EU-Ausland nach Frankreich. Weitere Informationen finden Sie unter der Rubrik: "Mitarbeiterentsendung nach Frankreich".
 

15. Was ändert sich zum 2. November in Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz und dem Saarland?

Die Landesregierungen Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz und Saarland haben ihre Corona-Maßnahmen verschärft. Die neuen Regelungen treten ab 2. November 2020 in Kraft und gelten bis mindestens 30. November 2020.

Im Wesentlichen gelten u.a. folgende Regelungen:   

  • Verschärfte Kontaktbeschränkungen im öffentlichen und privaten Raum.
  • Kultur- und Freizeiteinrichtungen sind geschlossen.
  • Gastronomiebetriebe sowie Bars, Kneipen und Clubs sind dicht.
  • Kosmetik-, Tattoo- und Piercingstudios sind geschlossen. Friseursalons bleiben offen.
  • Schulen und Kitas sind geöffnet.
  • Der Einzelhandel bleibt unter Auflagen geöffnet: Maximal ein Kunde pro 10 qm Verkaufsfläche.
  • Verzicht auf private Reisen sowie Besuche von Verwandten.
  • Wenn immer möglich, im Homeoffice arbeiten.

Die Landesregierung BW hat hier eine Übersicht zu der wichtigsten Regelungen zusammengestellt. Ausführliche Informationen gibt es in den FAQ der Landesregierung BW.

Näheres zu den Corona-Regeln in Rheinland-Pfalz gibt´s auf der Website der Landesregierung RLP 

Aktuelles zu den Maßnahmen im Saarland bieten die Landeshauptstadt Saarbrücken sowie die Landeregierung Saarland. 

16. Ich bin in Deutschland von der Maskenpflicht befreit. Gilt das auch für Frankreich? 

Nein. Die deutschen Atteste, das aus gesundheitlichen Gründen keine Maske getragen werden kann, werden in Frankreich nicht anerkannt. Sie bräuchten also ein Attest eines französischen Arztes. Ebenso reicht die Vorlage eines deutschen Schwerbehindertenausweises dafür nicht aus.

 

17. Wie ist das mit dem kontaktlosen Bezahlen in beiden Ländern?

In Deutschland ist kontaktloses Bezahlen pro Nutzung bis zu einem Warenwert von 50 Euro möglich. Gleiches gilt in Frankreich. Nach 5 Transaktionen oder einem Gesamtbetrag von 150 Euro muss der PIN-Code eingegeben werden. Allerdings kann es sein, dass die Erhöhung noch nicht überall umgesetzt wurde, d. h. Beträge aktuell noch geringer ausfallen. Achtung: Manche Banken nehmen Extra-Gebühren für das kontaktlose Bezahlen. Fragen Sie bei Ihrer Bank nach. 

Meldung beim Gesundheitsamt

Wer sich in den vergangenen 10 Tagen in einem Corona-Risikogebiet im Ausland aufgehalten hat und unter die Quarantänepflicht fällt, muss dem Gesundheitsamt nach Ein-/Rückreise seine Reise- und Kontaktdaten melden. Dies kann online über eine Webseite des Robert-Koch-Instituts erfolgen: Zur digitalen Einreiseanmeldung.  

Bei Kurzaufenthalten gilt die Meldepflicht nicht (z. B. Besuch des Lebenspartners in Deutschland für max. 72 Stunden).

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