Mit dem Zug in Frankreich

Die SNCF ist die staatliche französische Eisenbahngesellschaft und betreibt nahezu den gesamten Schienenverkehr Frankreichs.

Stand der Informationen: April 2018

Sie können für sämtliche Züge (abgesehen von Regionalzügen) Plätze reservieren, ohne eine Reservierungsgebühr zahlen zu müssen. Es ist empfehlenswert, frühzeitig zu reservieren, wenn die Zugfahrt zur Hauptverkehrszeit oder an bestimmten Tagen (Feiertage, Ferien, usw.) stattfinden soll. Für einige Züge (TGV, Corail-Téoz und den Corail-Nachtzug) ist eine Sitzplatzreservierung vorgeschrieben, die entweder online oder am Ticketschalter im Bahnhof vorgenommen werden kann.

Vor Fahrtantritt muss der Fahrschein entwertet werden, er ist dann für 24 Stunden für die auf dem Ticket ausgewiesene Reise gültig. Wenn Sie aus bestimmten Gründen keinen Fahrschein kaufen konnten, müssen Sie sich im Zug umgehend an einen Schaffner wenden, um so schnell wie möglich einen Fahrschein bei ihm zu kaufen. Sollten Sie dennoch eine Geldbuße bezahlen müssen, wird diese in einem solchen Fall gemindert werden. Fahrscheinkontrollen in französischen Zügen finden grundsätzlich sehr häufig statt und oftmals werden Bußgelder ausgestellt.

Ein von Ihnen online erworbenes und ausgedrucktes Ticket muss nicht entwertet werden, aber Sie sind verpflichtet, Ihren Personalausweis oder Reisepass, ggf. auch die Kreditkarte, mit der das Ticket bei der SNCF erworben wurde, und ggf. einen Beweis, dass sie Anspruch auf ein vergünstigtes Ticket haben, mit sich zu führen. In jedem Fall müssen Sie in der Lage sein, diese Nachweise erbringen zu können, andernfalls kann der Fahrkartenkontrolleur Sie zur Zahlung des vollen Preises auffordern oder auch ein Bußgeld ausstellen.

Beachten Sie: Für eine Reise mit dem TGV sollten Sie frühzeitig am Bahnhof eintreffen.

Fahrscheine können am Bahnhof, an SNCF-Schaltern oder an speziellen Ticket-Automaten umgetauscht werden. Es wird zwischen vorab reservierten und nicht reservierten Tickets unterschieden.

Sie können sich am Bahnschalter oder in SNCF-Verkaufsbüros vor Abfahrt Ihres Zuges den von Ihnen gezahlten Ticketpreis rückerstatten lassen.

Um die Kosten für das Ticket erstattet zu bekommen, darf der Fahrschein nicht entwertet worden sein.

Bei bestimmten Tickets der SNCF erhalten Sie bei Stornierung  keine Kostenrückerstattung.  Die SNCF muss Sie aber vor Abschluss der Buchung darauf hinweisen. Lesen Sie sich daher vor Abschluss der Buchung die Allgemeinen Geschäftsbedingungen genau durch.

Eventuell erhalten Sie bei grenzüberschreitenden Reisen mehrere Tickets, z.B. wenn Sie von Frankreich nach Deutschland reisen. Wenn Sie diese in der Folge stornieren wollen, bereitet nicht selten die Absprache zwischen den verschiedenen Bahnunternehmen Probleme. Wenn dies der Fall ist, wenden Sie sich bitte an uns.

Reisende müssen in französischen Fernreisezügen (Corail und TGV) sämtliches Gepäck (mit Ausnahme des Handgepäcks) mit einem Namensetikett versehen. Etiketten sind an größeren Bahnhöfen erhältlich. Diese Maßnahme ist nach Angaben der französischen Eisenbahngesellschaft SNCF notwendig, um die Sicherheit an Bord der Züge zu gewährleisten.

Wenn Ihr Gepäck verloren geht, reichen Sie eine Beschwerde beim Fundbüro am Zielbahnhof ein. Zur Rückgabe des Gepäcks wird von Ihnen eine Gebühr in Höhe von 9 € verlangt.

Sie haben beim Kauf der Tickets über die SNCF den Postversand gewählt? Wenn diese nicht rechtzeitig vor Reiseantritt zugeschickt werden, oder aus technischen Gründen kein Online-Ticket verfügbar ist, empfiehlt die SNCF kurz vor Reisebeginn erneut Tickets zu kaufen. Nach Ende der Reise sollten Sie sich dann an den Kundenservice der SNCF wenden. Auf der Homepage der SNCF finden Sie unter der Kategorie "Hilfe" den Hinweis auf Kostenerstattung.

Information der SNCF: Welche Modalitäten gelten für den Postversand?

Tipp: Fertigen Sie Kopien von den neuen Tickets an, bevor Sie diese an die SNCF schicken.

Infolge von Verspätungen haben Zugfahrgäste einen Entschädigungsanspruch bei Zugverspätungen, Zugausfällen und verpassten Anschlusszügen. Wenn sie trotz der Verspätung weiterreisen wollen und diese mindestens 120 Minuten beträgt, können Sie 50 % des Kaufpreises zurückverlangen. Ist die Weiterreise durch die Verzögerung sinnlos geworden, oder wurde die Reise aufgrund der Verspätung gar nicht erst angetreten, so können  Sie den Ersatz des vollen Kaufpreises verlangen. Dies ist aber nur möglich, wenn die Verspätung am Zielort mehr als 60 Minuten beträgt. Achtung: bei der Berechnung der Verspätung werden Verzögerungen die außerhalb der EU eingetreten sind nicht berücksichtigt. Bei der SNCF gilt dies aber nur für Fernverkehrszüge.

Verstärkte Kontrollen bei Zugfahrten

Die französische Regierung hat 2015 Maßnahmen angekündigt, die ab Frühling 2016 die Sicherheit in den Zügen verstärken und terroristischen Akten vorbeugen sollen. Auch grenzüberschreitende Zugfahrten sind davon betroffen.

Geplant sind unter anderem: 

Leibesvisitationen und verstärkte Gepäckkontrollen

Die Sicherheitskräfte können Passagiere aus Sicherheitsgründen abtasten und Gepäckstücke untersuchen. Sie benötigen dafür das Einverständnis der Passagiere. Sollten sich diese weigern, kann ihnen der Zugang zum Zug verwehrt werden.

Eine Rufnummer für „wachsame Bürger“

Die „grüne“ Nummer 3117 kann gewählt werden, wenn in Zügen oder Bahnhöfen etwas Auffälliges beobachtet wird.

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