Coronavirus: Was bedeutet das für Verbraucher in der Grenzregion?

Die Inzidenzwerte in der deutsch-französischen Grenzregion sinken. Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz, das Saarland sowie die benachbarte Region Grand Est haben ihre Corona-Maßnahmen gelockert.

Wir erklären, worauf Verbraucher in der Grenzregion achten müssen.

Außerdem beantworten wir in unserem FAQ: Coronavirus in der deutsch-französischen Grenzregion, die wichtigsten Verbraucherfragen.

Aktuelle Lage in der Grenzregion

Frankreich nicht mehr als Risikogebiet eingestuft

Seit dem 20. Juni wird Frankreich vom Auswärtigen Amt nicht mehr als Risikogebiet eingestuft (bis auf wenige Überseegebiete). Für die Einreise nach Deutschland gibt es für Grenzbewohner keine besonderen Regelungen mehr zu beachten. Das heißt, es ist weder eine digitale Einreiseanmeldung, noch eine Nachweispflicht oder eine Quarantäne erforderlich. Auch die 24-Stunden-Regelung ist in Deutschland weggefallen (zu bedenken sind aber weiterhin die Einreiseregelungen für Frankreich).

Achtung: Wer mit dem Flugzeug nach Deutschland einreist, benötigt immer einen Test-, Genesenen- oder Impfnachweis.
 

    Frankreich führt schrittweise Lockerungen ein

    • Die nächtliche Ausgangssperre wurde am 20. Juni für ganz Frankreich aufgehoben. 
    • Seit dem 17. Juni besteht draußen keine Maskenpflicht mehr (bis auf wenige Ausnahmen wie auf Märkten oder in Warteschlangen).
    • Seit dem 9. Juni dürfen die Innenräume der Bars und Gastronomie wieder öffnen. 
    • Bereits seit dem 19. Mai sind Läden, Museen, Kinos und die Außengastronomie geöffnet.


    Seit dem 9. Juni benötigen Einreisende nach Frankreich, die vollständig geimpft sind, keinen negativen Corona-Test mehr.

    Bei Einreise nach Frankreich muss einer der folgenden Nachweise vorgelegt werden können:

    • Negativer Antigen- oder PCR-Test (nicht älter als 72 Stunden)
    • Impfnachweis (letzte Impfdosis muss mindestens zwei Wochen zurückliegen; im Falle des Impfstoffes von Johnson & Johnson 28 Tage).

    Von der Testpflicht ausgenommen sind u. a. Pendler und Grenzbewohner. Für Grenzbewohner hat die französische Regierung einen Radius von 30 Kilometer (ab Wohnsitz) festgelegt.

    Welche Lockerungen hat Frankreich vorgenommen?

    Die französische Regierung hat die folgenden schrittweisen Lockerungen durchgeführt:

    • 3. Mai 2021: Wegfall der Ausgangsbeschränkung (10 km-Regelung) tagsüber zwischen 6 Uhr und 19 Uhr
    • 19. Mai 2021: Beginn der abendlichen Ausgangssperre erst um 21 Uhr; Öffnung von Geschäften, Außengastronomie, Museen, Kinos und Theatern mit Beschränkung der Gesamtpersonenzahl
    • 9. Juni 2021: Beginn der abendlichen Ausgangssperre erst um 23 Uhr; Öffnung der Cafés und Restaurants (Innenbereich) und der Fitnessstudios.
    • 17. Juni 2021: Wegfall der Maskenpflicht im Freien (außer u. a. bei Versammlungen, in Warteschlangen, auf Märkten, in Stadien). In geschlossenen Räumen sowie in öffentlichen Verkehrsmitteln bleibt die Maskenpflicht weiter bestehen.
    • 20. Juni 2021 (statt wie geplant 30. Juni): Wegfall der abendlichen Ausgangssperre.

    Auch in Frankreich ist eine sogenannte „Notbremse“ vorgesehen, die greift, wenn in einem Gebiet der Inzidenzwert zu hoch ist, die Zahlen plötzlich stark ansteigen oder die Intensivstationen zu stark belastet sind. Lockerungen können demnach wieder rückgängig gemacht werden.

    Nähere Angaben zu den Regelungen in Frankreich auf gouvernement.fr (auf Französisch).

    Keine Nachweispflicht für Geschäfte und Restaurants in Frankreich

    In Frankreich brauchen Sie keinen negativen Corona-Test oder Impfnachweis vorzuzeigen, um Zugang zu privaten oder öffentlichen Einrichtungen (z. B. Geschäfte, Restaurants, Kinos, Museen etc.) zu erhalten.

    Sie müssen sich allerdings mit Ihren Kontaktdaten in eine "Rückrufliste" eintragen. Alternativ kann mit der französichern App TousAntiCovid beim Betreten des Ortes ein QR-Code gescannt werden (näheres dazu hier).

    Bei größeren Veranstaltungen mit mehr als 1000 Teilnehmern wird ein negativer Antigen- oder PCR-Test (nicht älter als 48 Stunden) verlangt bzw. ein Nachweis über eine vollständig abgeschlossene Corona-Impfung.

    Einreise nach Frankreich

    Antigen- oder PCR-Test bei Einreise

    Grundsätzlich gilt weiterhin: Verbraucher, die für länger als 24 Stunden nach Frankreich einreisen und deren Ziel sich weiter als 30 km von ihrem Wohnsitz befindet, benötigen

    • einen Antigen- oder PCR-Test bei Einreise (nicht älter als 72 Stunden)

    Berufspendler sowie Personen, die dringende berufliche Reisen erledigen müssen und kurzfristig keinen Antigen- oder PCR-Test machen lassen können, sind von der Test-Pflicht ausgenommen.

    Von der Testpflicht befreit sind seit dem 9. Juni 2021 auch Personen, die vollständig geimpft sind (die letzte Impfung muss mindestens zwei Wochen her sein). Konkret bedeutet dies

    • 14 Tage nach der Zweitimpfung, es sei denn, die Person war bereits mit Corona infiziert und benötigt daher lediglich eine Impfdosis.
    • 28 Tage nach der Impfung mit dem Impfstoff Janssen (Johnson & Johnson).

    Ein Impfnachweis ist mitzuführen.

    Maskenpflicht in Frankreich

    In ganz Frankreich gilt weiterhin eine Maskenpflicht für Personen ab 11 Jahren. 

    Die Maskenpflicht besteht für alle öffentlich zugänglichen geschlossenen Räumen, wie Flughäfen, Bahnhöfe, Bushaltestellen, Geschäfte, Banken, Markthallen, Kinos oder Museen, sowie für öffentliche Verkehrsmittel (Bus, Bahn, Flugzeug, Taxi, Tram).

    Bei Verstoß gegen die Maskenpflicht droht eine Geldbuße von 135 Euro

    Seit dem 17. Juni 2021 ist in ganz Frankreich das Tragen einer Maske im Freien nicht mehr verpflichtend (bis auf wenige Ausnahmen wie auf Märkten, in Stadien, in Warteschlangen, bei Versammlungen etc.).

    Einreise nach Deutschland

    Da Frankreich vom RKI und dem Auswärtigen Amt nicht mehr als Risikogebiet eingestuft wird, fallen sämtliche Formalitäten für die Einreise nach Deutschland weg. Ausnahmen gibt es bei Flugreisenden.
     

    Digitale Einreiseanmeldung

    Wer von Frankreich nach Deutschland einreist muss keine digitale Einreiseanmeldung mehr vornehmen. Dies gilt sowohl für die Einreise auf dem Landweg, als auch für Flugreisen. Bei Letzteren kann es in der Praxis aber zu Ausnahmen kommen.

    Nachweispflicht

    Bei der Einreise von Frankreich nach Deutschland gibt es keine Nachweispflicht mehr. Personen, die nach Deutschland einreisen, benötigen also weder einen Test-, noch einen Genesenen- oder Impfnachweis.

    Ausnahme: Alle Personen, die per Flugzeug nach Deutschland einreisen, müssen direkt bei Einreise über einen der folgenden Nachweise in deutscher oder englischer Sprache verfügen:

    • Testnachweis, akzeptiert werden z. B. ein PCR-Test (nicht älter als 72 Stunden) oder ein Antigen-Test (maximal 48 Stunden alt).
    • Genesenennachweis, d. h. ein positiver PCR-Test, der mindestens 28 Tage sowie maximal sechs Monate zurückliegt.
    • Impfnachweis, d. h. ein Nachweis über das Vorliegen einer vollständigen Corona-Impfung, bei der die letzte erforderliche Impfung mindestens 14 Tage zurückliegt.

    Quarantänevorschriften

    Bei der Einreise von Frankreich nach Deutschland sind in den Bundesländern keine Quarantänevorschriften mehr zu beachten.

    Über das Robert Koch-Institut können Sie das für Sie zuständige Gesundheitsamt ermitteln. Unter der Telefonnummer 116 117 erfahren Sie, wo Sie einen Corona-Test machen lassen können.

    Weitere Informationen für die Grenzregion

    Grenzüberschreitende Informationen gibt es auch bei:

     

    Tagesaktuelle Informationen zum Coronavirus, die zum Grenzübertritt benötigt werden:

    Informationen zum Coronavirus in bestimmten Gebieten:

    Informationen zum öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) während der Corona-Krise:

     

    Weitere Informationen in Sachen Coronavirus und Reiserecht in Europa

    Vorsicht Falle

    Zeiten, in denen die Menschen Angst um ihre Gesundheit haben, rufen betrügerische Unternehmen auf den Plan, die nur an Ihr Geld wollen.

    Wir erklären Ihnen die Tricks und wie Sie sich davor schützen können auf unserer Seite: Betrugsmaschen in der Coronavirus-Krise.