Coronavirus: Was bedeutet das für Verbraucher in der Grenzregion?

Sowohl in Deutschland als auch in Frankreich gehört das COVID-Zertifikat zum Alltag. Mit einem Anstieg der Fallzahlen werden in beiden Ländern wieder einschränkende Maßnahmen getroffen.

Wir haben aktuelle Corona-Regeln zusammengefasst und erklären Ihnen, worauf Sie in der deutsch-französischen Grenzregion achten müssen.

Mit Hilfe unseres neuen interaktiven Tools zur grenzüberschreiten Mobilität finden Sie konkrete Antworten, was Sie für Ihre Einreise und Ihren Aufenthalt in Frankreich benötigen.

Aktuelle Corona-Lage im Überblick

Aktuelle Maßnahmen in Frankreich:  

  • Ein COVID-Zertifikat (geimpft, genesen oder getestet) ist für Personen ab 12 Jahren verpflichtend um Zugang zu Cafés, Bars, Restaurants usw. zu erhalten.
  • Auf den Weihnachtsmärkten in den Départements Haut-Rhin und Bas-Rhin (darunter Straßburg) werden Getränke und Speisen nur gegen Vorlage eines Covid-Zertifikats ausgehändigt. 
  • Testnachweise (negativer PCR- oder Antigentest) dürfen vor Ort in Frankreich nicht älter als 24 Stunden sein.
  • Die Maskenpflicht gilt in Innenbereichen und teilweise auch im Freien (z. B. auf Weihnachtsmärkten).
  • PCR- und Antigentests sind für ausländische Touristen kostenpflichtig.

Bei Einreise nach Frankreich muss einer der folgenden Nachweise vorgelegt werden können:

  • Negativer Antigen- oder PCR-Test (nicht älter als 24 Stunden) oder ein Impf- oder Genesenennachweis

Weiterhin gilt die Ausnahme für Aufenthalte von weniger als 24 Stunden in einem Radius von 30 Kilometern (ab Wohnsitz).


Aktuelle Maßnahmen in den grenznahen Bundesländern

  • Seit dem 24. November gilt in Baden-Württemberg weitgehend eine 2G+-Regel. Bestimmte Orte dürfen nur von Personen betreten werden, die geimpft oder genesen sind und die zusätzlich einen negativen Corona-Test vorweisen können (betroffen sind u. a. Veranstaltungen, Weihnachtsmärkte, Theater, Kino). Für Gastronomie gilt im Innenbereich eine 2G-Regel, im Außenbereich eine 3G+-Regel.
  • In Rheinland-Pfalz und im Saarland gilt vielerorts die 2G-Regel (geimpft oder genesen).

Einreise nach Frankreich

Die Regelungen zur Einreise können unterschiedlich ausfallen, je nach Einreisegrund, dem Land aus dem Sie einreisen und wie lange Sie bleiben wollen.

Nutzen Sie unser interaktives Tool zur grenzüberschreitenden Mobilität, um die passenden Information für Ihre Situation zu erhalten.

Welche Regeln gelten in Frankreich?

Die französische Regierung hat u. a. die folgenden Maßnahmen durchgesetzt:
 

COVID-Zertifikat für Freizeit- und Kultureinrichtungen

Wird in Frankreich der pass sanitaire bzw. ein COVID-Zertifikat verlangt, bedeutet dies: vollständig geimpft, genesen oder getestet.

Verpflichtend ist der Nachweis für Personen ab 12 Jahren. 

Der Nachweis ist u. a. für den Besuch von Kinos, Theatern, Konzerten, Festivals und Freizeitparks notwendig. Die Verpflichtung gilt auch für die Mitarbeiter.

Vor Ort in Frankreich werden negative PCR- oder Antigen-Schnelltests akzeptiert, die nicht älter als 24 Stunden sind.

 

COVID-Zertifikat für Restaurants und Fernverkehr

Ein COVID-Zertifikat ist ebenfalls für Cafés, Bars und Restaurants (auch für die Außenbereiche), Krankenhäuser, Altenheime und Gesundheitseinrichtungen Pflicht.

Auch hier gilt die Regelung sowohl für Personen ab 12 Jahren, als auch für Mitarbeiter. 

Für größere Geschäfte und Einkaufszentren können die Präfekten entscheiden, ob eine Nachweispflicht notwendig ist oder nicht.

Auch im Fernverkehr (Flugzeug, Zug oder Bus) muss in Frankreich ein COVID-Zertifikat vorgezeigt werden.

 

Kostenpflichtige PCR- und Schnelltests

Ausländische Touristen müssen in Frankreich für Corona-Tests zahlen. Ausnahmen gibt es, wenn ein Test vom Arzt verschrieben wurde oder wenn man als Kontaktperson gilt.

Seit dem 15. Oktober 2021 sind PCR- und Antigen-Schnelltests für alle kostenpflichtig, also auch für Personen mit Wohnsitz in Frankreich.

Krankenkassen übernehmen die Kosten dann nur noch,

  • wenn man geimpft oder minderjährig ist 
  • wenn für Ungeimpfte eine ärztliche Verschreibung vorliegt oder wenn man von der Krankenkasse als Kontaktperson eingestuft wurde
  • wenn man sich aus bestimmten Gründen nicht impfen lassen kann. In diesem Fall erhalten Personen von ihrem Arzt ein entsprechendes Attest, um sich weiterhin kostenlos testen lassen zu können

Die Preise liegen bei ca. 22 € für einen Antigen-Schnelltest und ca. 44 € für einen PCR-Test (bei diesen vom Staat festgelegten Preisen kommt häufig noch eine Bearbeitungsgebühr hinzu).

Maskenpflicht in Frankreich

In öffentlich zugänglichen geschlossenen Räumen gilt eine Maskenpflicht, z. B. an Flughäfen, Bahnhöfen oder in öffentlichen Verkehrsmitteln (Bus, Bahn, Flugzeug, Tram). Dies gilt für Personen ab 11 Jahren.

Auch in den Innenbereichen, für die ein „pass sanitaire“ (bzw. COVID-Zertifikat) verlangt wird, muss eine Maske getragen werden.

Immer wenn nicht ausreichend Abstand gehalten werden kann, ist das Tragen einer Maske im Freien verpflichtend. Dies gilt insbesondere auf Märkten, in Stadien, in Warteschlangen oder bei Versammlungen.

Angesichts steigender Corona-Zahlen gilt in den Département Bas-Rhin und Haut-Rhin wieder eine verschärfte Maskenpflicht. So ist z. B. das Tragen einer Maske auf allen Weihnachtsmärkten der beiden Départements Pflicht. 

Bei Verstoß gegen die Maskenpflicht droht eine Geldbuße von 135 Euro. 

Mehr Informationen zu den Corona-Maßnahmen in Frankreich auf gouvernement.fr (auf Französisch).

Nähere Angaben zu den Einreiseregelungen gibt´s beim französischen Außenministerium.

COVID-Zertifikate aus Deutschland werden anerkannt

Digitale COVID-Zertifikate sind in erster Linie für den freien Verkehr von Reisenden innerhalb der EU bestimmt. Das heißt, Sie können diese problemlos bei der Einreise nach Frankreich mit dem Smartphone vorzeigen.   

In Hotels, Restaurants und bei kulturellen Veranstaltungen in Frankreich sollte es mit den digitalen Impfnachweisen aus Deutschland ebenfalls keine Probleme geben.

Die Betreiber kontrollieren die Zertifikate mit der französischen Prüfungs-App TousAntiCovi Verif. Mit dieser App können nicht nur die Nachweise aus der französischen TousAntiCovid-App gescannt werden, sondern auch COVID-Zertifikate, die mit einer ausländischen App vorgezeigt werden. Näheres dazu in unserem Artikel zum pass sanitaire.

Wir empfehlen Ihnen dennoch, den Papierausdruck mitzuführen, den Sie in Deutschland erhalten. Hier ist Ihr Impfstatus in deutscher und englischer Sprache aufgeführt.

Es ist auch möglich, einen deutschen Impf-, Test- oder Genesenennachweis in die französische App zu importieren.

Bedenken Sie: der analoge gelbe Impfausweis aus Deutschland ist in Frankreich unbekannt. Es kann also zu Problemen bei der Anerkennung kommen. 

Einreise nach Deutschland

Die Regelungen zur Einreise nach Deutschland können unterschiedlich ausfallen, je nach Einreisegrund, dem Land aus dem Sie einreisen und wie lange Sie bleiben wollen.

Nutzen Sie unser interaktives Tool zur grenzüberschreitenden Mobilität, um die passenden Information für Ihre Situation zu erhalten.

Über das Robert Koch-Institut können Sie das für Sie zuständige Gesundheitsamt ermitteln.

Unter der Telefonnummer 116 117 erfahren Sie, wo Sie einen Corona-Test machen lassen können.

Weitere Informationen für die Grenzregion

Grenzüberschreitende Informationen gibt es auch bei:

 

Tagesaktuelle Informationen zum Coronavirus, die zum Grenzübertritt benötigt werden:

Informationen zum Coronavirus in bestimmten Gebieten:

Informationen zum öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) während der Corona-Krise:

 

Weitere Informationen in Sachen Coronavirus und Reiserecht in Europa

Vorsicht Falle

Zeiten, in denen die Menschen Angst um ihre Gesundheit haben, rufen betrügerische Unternehmen auf den Plan, die nur an Ihr Geld wollen.

Wir erklären Ihnen die Tricks und wie Sie sich davor schützen können auf unserer Seite: Betrugsmaschen in der Coronavirus-Krise.