Coronavirus: Was bedeutet das für Verbraucher in der Grenzregion?

In Frankreich steigen die Inzidenzwerte wieder an. Um den steigenden Fallzahlen entgegenzuwirken und die Impfkampagne anzukurbeln, wird das COVID-Zertifikat im Alltag immer wichtiger. 

Wir haben aktuelle Corona-Regeln zusammengefasst und erklären Ihnen, worauf Sie in der deutsch-französischen Grenzregion achten müssen.

In unserem FAQ: Coronavirus in der deutsch-französischen Grenzregion beantworten wir häufig gestellte Verbraucherfragen.

Aktuelle Corona-Lage

Teile Frankreichs als Hochrisikogebiet eingestuft  

Die Region Provence-Alpes-Côte d'Azur sowie einige Überseegebiete wurden vom RKI als Hochrisikogebiet eingestuft (Korsika und Okzitanien sind seit dem 12. September kein Hochrisikogebiet mehr). Für Personen, die sich in den vergangenen 10 Tagen vor der Einreise nach Deutschland in einer dieser Regionen aufgehalten haben, gelten folgende Pflichten:

Für geimpfte Personen entfällt die Quarantänepflicht, sobald der Genesenen- oder Impfnachweis an das zuständige Gesundheitsamt übermittelt wurde. Beim Ausfüllen der digitalen Einreiseanmeldung kann der Nachweis direkt hochgeladen werden. Andernfalls kann die Quarantänepflicht nur durch einen Test ab dem 5. Tag unterbrochen worden. Für Kinder unter 12 Jahren endet die Quarantänepflicht automatisch ab dem 5. Tag.

Neue Regeln für die Einreise nach Deutschland

  • Seit dem 1. August gilt für Personen ab 12 Jahren, die nach Deutschland einreisen, eine Nachweispflicht (Test-, Genesenen- oder Impfnachweis). Berufspendler und Grenzbewohner sind hiervon ausgenommen. Zu beachten ist die 24-Stunden-Regelung (näheres siehe Einreise nach Deutschand).

Frankreich hat u. a. folgende neue Maßnahmen beschlossen:  

  • Seit dem 7. Juli sind PCR- und Schnelltests für ausländische Touristen kostenpflichtig.
  • Seit dem 21. Juli muss ein COVID-Zertifikat in Freizeit- und Kulturstätten vorgezeigt werden, in denen mehr als 50 Personen aufeinandertreffen. 
  • Seit dem 9. August ist ein COVID-Zertifikat verpflichtend für Cafés, Bars und Restaurants (auch für Außenbereiche), Krankenhäuser, Altenheime, Gesundheitseinrichtungen sowie den Fernverkehr (Flugzeug, Zug, Bus). Für Kinder zwischen 12-17 Jahren gilt dies erst ab dem 30. September.

Bei Einreise nach Frankreich muss einer der folgenden Nachweise vorgelegt werden können:

  • Negativer Antigen- oder PCR-Test oder ein Impf- oder Genesenennachweis

Weiterhin gilt die Ausnahme für Aufenthalte von weniger als 24 Stunden in einem Radius von 30 Kilometern (ab Wohnsitz).

Welche neuen Corona-Regeln hat Frankreich beschlossen?

Die französische Regierung hat u. a. die folgenden neuen Maßnahmen angekündigt:
 

PCR- und Schnelltests für Touristen kostenpflichtig

Seit dem 7. Juli müssen ausländische Touristen in Frankreich für Corona-Tests zahlen.

PCR-Tests kosten 43,89 € und Antigen-Schnelltests 25 € (bei diesen vom Staat festgelegten Preisen kommt häufig noch eine Bearbeitungsgebühr hinzu).

Ausnahmen gibt es, wenn ein Test vom Arzt verschrieben wurde oder wenn man als Kontaktperson gilt.
 

COVID-Zertifikat für Freizeit- und Kultureinrichtungen

Wird in Frankreich der pass sanitaire bzw. ein COVID-Zertifikat verlangt, bedeutet dies: vollständig geimpft, genesen oder getestet (negativer PCR- oder Antigen-Schnelltest nicht älter als 72 Stunden).

Verpflichtend ist der Nachweis für Personen ab 12 Jahren.Unter 18-Jährige müssen ein COVID-Zertifikat erst ab dem 30. August vorweisen können.

Seit dem 21. Juli ist der Nachweis u. a. für den Besuch von Kinos, Theatern, Konzerten, Festivals und Freizeitparks notwendig, wenn sich dort mehr als 50 Personen aufhalten. Für die Mitarbeiter gilt die Verpflichtung erst ab dem 30. August.

Dank des europäischen COVID-Zertifikats, können auch die QR-Codes der deutschen Test- oder Impfnachweise in Frankreich ausgelesen werden. Das Zertifikat muss entweder in Papierform und digital in einer Covid-App (z.B. in der Corona-Warn-App) vorliegen.

Es ist aber auch möglich, einen deutschen Impf-, Test- oder Genesenennachweis in die französische App zu importieren.
 

COVID-Zertifikat für Restaurants und Fernverkehr

Seit dem 9. August wird ein COVID-Zertifikat ebenfalls für Cafés, Bars und Restaurants (auch für die Außenbereiche), Krankenhäuser, Altenheime und Gesundheitseinrichtungen zur Pflicht.

Auch hier gilt die Regelung sowohl für Personen ab 12 Jahren, als auch für Mitarbeiter. Für Minderjährige und Mitarbeiter aber erst ab dem 30. September.

Für größere Geschäfte und Einkaufszentren können die Präfekten entscheiden, ob eine Nachweispflicht notwendig ist oder nicht.

Auch im Fernverkehr (Flugzeug, Zug oder Bus) muss in Frankreich seit dem 9. August ein COVID-Zertifikat vorgezeigt werden.

Dank des europäischen COVID-Zertifikats, können auch die QR-Codes der deutschen Test- oder Impfnachweise in Frankreich ausgelesen werden.

 

Keine Kostenübernahme mehr für PCR- und Schnelltests

Ab Herbst sollen in Frankreich PCR-und Antigen-Schnelltests für alle kostenpflichtig werden, also auch für Personen mit Wohnsitz in Frankreich.

Krankenkassen übernehmen die Kosten dann nur noch, wenn eine ärztliche Verschreibung vorliegt.

COVID-Zertifikate aus Deutschland werden anerkannt

Digitale COVID-Zertifikate sind in erster Linie für den freien Verkehr von Reisenden innerhalb der EU bestimmt. Das heißt, Sie können diese problemlos bei der Einreise nach Frankreich mit dem Smartphone vorzeigen.   

In Hotels, Restaurants und bei kulturellen Veranstaltungen in Frankreich sollte es mit den digitalen Impfnachweisen aus Deutschland ebenfalls keine Probleme geben.

Laut Angaben der französischen Regierung sollen die Betreiber die Zertifikate mit der französischen Prüfungs-App TousAntiCovi Verif kontrollieren. Mit dieser App können nicht nur die Nachweise aus der französischen TousAntiCovid-App gescannt werden, sondern auch COVID-Zertifikate, die mit einer ausländischen App vorgezeigt werden. Näheres dazu in unserem Artikel zum pass sanitaire.

Wir empfehlen Ihnen dennoch, den Papierausdruck mitzuführen, den Sie in Deutschland erhalten. Hier ist Ihr Impfstatus in deutscher und englischer Sprache aufgeführt.

Neuerdings ist es auch möglich, einen deutschen Impf-, Test- oder Genesenennachweis in die französische App zu importieren.

Einreise nach Frankreich

Corona-Test, Genesenennachweis oder Corona-Schutzimpfung bei Einreise

Bei Einreise nach Frankreich muss einer der folgenden Nachweise vorgelegt werden können:

  • Negativer Antigen- oder PCR-Test (nicht älter als 72 Stunden)
  • Impfnachweis: letzte Impfdosis muss mindestens 7 Tage zurückliegen; im Falle des Impfstoffes von Johnson & Johnson 28 Tage
  • Genesenennachweis: Positiver PCR-Test, mindestens 11 Tage alt und nicht älter als sechs Monate.

Diese Regelungen zur Einreise gelten für alle Personen ab 12 Jahren.

Grenzbewohner sind von der Test-Pflicht ausgenommen. Für Grenzbewohner hat die französische Regierung einen Radius von 30 Kilometer (ab Wohnsitz) festgelegt. Der Aufenthalt darf nicht länger als 24 Stunden andauern.  

Auch Berufspendler sowie Personen, die dringende berufliche Reisen erledigen müssen und kurzfristig keinen Antigen- oder PCR-Test machen lassen können, sind von der Test-Pflicht ausgenommen.

Was gilt ansonsten in Frankreich?

  • Geschäfte sind geöffnet
  • Bars und Gastronomien dürfen auch in den Innenräumen Gäste empfangen
  • Kinos, Theater, Museen, Zoos sind wieder offen
  • Sporthallen und Fitnessstudios dürfen öffnen
  • Home-Office wird gelockert

Aktuell gibt es für Restaurants, Kinos, Theater etc. keine Begrenzung der Gästezahlen.

Seit dem 27. Juli darf in Straßburg (bis auf wenige Ausnahmen) an öffentlichen Plätzen kein Alkohol verkauft oder konsumiert werden.

Maskenpflicht in Frankreich

In ganz Frankreich gilt weiterhin eine Maskenpflicht für Personen ab 11 Jahren. 

Die Maskenpflicht besteht für alle öffentlich zugänglichen geschlossenen Räumen, wie Flughäfen, Bahnhöfe, Bushaltestellen, Geschäfte, Banken, Markthallen, Kinos oder Museen, sowie für öffentliche Verkehrsmittel (Bus, Bahn, Flugzeug, Taxi, Tram).

Bei Verstoß gegen die Maskenpflicht droht eine Geldbuße von 135 Euro

Seit dem 17. Juni 2021 ist in ganz Frankreich das Tragen einer Maske im Freien nicht mehr verpflichtend (bis auf wenige Ausnahmen wie auf Märkten, in Stadien, in Warteschlangen, bei Versammlungen etc.).

Aufgrund von erhöhten Inzidenzwerten können regional jedoch strengere Regeln eingeführt werden. Im Departement Bas-Rhin gilt beispielsweise seit dem 27. Juli 2021 bei großem Andrang wieder eine Maskenpflicht für Innenstädte, Fußgängerzonen sowie in einem Umkreis von 50m um Bahnhöfe, Schulen, Sportstätten, Gotteshäuser und Einkaufszentren.

Mehr Informationen zu den Corona-Maßnahmen in Frankreich auf gouvernement.fr (auf Französisch).

Nähere Angaben zu den Einreiseregelungen gibt´s beim französischen Außenministerium.

Einreise nach Deutschland

In der Grenzregion gibt es u. a. für Berufspendler und Grenzbewohner keine Formalitäten für die Einreise nach Deutschland zu beachten.

Grenzbewohner dürfen sich allerdings nicht länger als 24 Stunden in Deutschland aufhalten bzw. müssen nach weniger als 24 Stunden wieder in Deutschland einreisen.

Ansonsten müssen seit dem 1. August bei Einreise nach Deutschland einer der folgenden Nachweise vorgelegt werden können (dies gilt sowohl für Reisen mit dem Flugzeug, der Bahn, dem Bus, dem Schiff als auch für den Individualverkehr):

  • Negativer Antigen- oder PCR-Test (PCR-Test nicht älter als 72 Stunden, Antigen-Test max. 48 Stunden alt)
  • Impfnachweis: letzte Impfdosis muss mindestens 14 Tage zurückliegen
  • Genesenennachweis: Positiver PCR-Test, mindestens 28 Tage und höchstens 6 Monate alt.

Diese Regeln gelten für alle Personen ab 12 Jahren.

Digitale Einreiseanmeldung

Wer in der Grenzregion von Frankreich nach Deutschland einreisen möchte, benötigt keine digitale Einreiseanmeldung.

Ausnahmen gelten, wenn ein Voraufenthalt in einem Hochrisikogebiet oder Virusvariantengebiet bestand.
 

Quarantänevorschriften

Wer in der Grenzregion von Frankreich nach Deutschland einreist, muss in den Bundesländern aktuell keine Quarantänevorschriften beachten.

Ausnahmen gelten, wenn ein Voraufenthalt in einem Hochrisikogebiet oder Virusvariantengebiet bestand.
 

Über das Robert Koch-Institut können Sie das für Sie zuständige Gesundheitsamt ermitteln. Unter der Telefonnummer 116 117 erfahren Sie, wo Sie einen Corona-Test machen lassen können.

Ab 11. Oktober 2021 werden in Deutschland die Corona-Bürgertests für Ungeimpfte kostenpflichtig.

Weitere Informationen für die Grenzregion

Grenzüberschreitende Informationen gibt es auch bei:

 

Tagesaktuelle Informationen zum Coronavirus, die zum Grenzübertritt benötigt werden:

Informationen zum Coronavirus in bestimmten Gebieten:

Informationen zum öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) während der Corona-Krise:

 

Weitere Informationen in Sachen Coronavirus und Reiserecht in Europa

Vorsicht Falle

Zeiten, in denen die Menschen Angst um ihre Gesundheit haben, rufen betrügerische Unternehmen auf den Plan, die nur an Ihr Geld wollen.

Wir erklären Ihnen die Tricks und wie Sie sich davor schützen können auf unserer Seite: Betrugsmaschen in der Coronavirus-Krise.