Presseeinladung: Fachkonferenz zur Elementarschadenversicherung am 13. November in Berlin
Die Flutkatastrophe im Ahrtal, der Klimawandel und die damit einhergehenden Extremwetterereignisse haben die Debatte um eine flächendeckende Elementarschadenversicherung in Deutschland beschleunigt, und mit politischem Erfolg. Die Elementarschadenversicherung hat ihren Platz im Koalitionsvertrag gefunden. Nun ist es an der Zeit, einen Schritt weiter zu gehen, konkrete Pläne zu entwerfen und sie umzusetzen. Das französische CatNat-System könnte ein passendes Vorbild für Deutschland sein. Aus diesem Grund organisiert das Zentrum für Europäischen Verbraucherschutz (ZEV) gemeinsam mit dem Ministerium für Ernährung, Ländlichen Raum und Verbraucherschutz Baden-Württemberg (MLR) eine Fachkonferenz in Berlin.
Zur Veranstaltung:
Fachkonferenz zur Elementarschadenversicherung in Frankreich – Vorbild für Deutschland?
am Donnerstag, den 13. November 2025, von 16:00 bis 21:00 Uhr (Einlass ab 15:30 Uhr)
in der Vertretung des Landes Baden-Württemberg beim Bund, Tiergartenstraße 15, 10785 Berlin
(Teilnahme per Livestream ebenfalls möglich)
Wortbeiträge im Rahmen der Fachkonferenz durch
- Peter Hauk MdL, Minister für Ernährung, Ländlichen Raum und Verbraucherschutz Baden-Württemberg, per Liveschaltung
- Anette Kramme MdB, parlamentarische Staatssekretärin bei der Bundesministerin der Justiz und für Verbraucherschutz
- Nadine Heselhaus MdB als stellvertretende Verwaltungsratsvorsitzende des ZEV
Inspiration aus dem Nachbarland
Der französische staatliche Rückversicherer Caisse centrale de réassurance (CCR) wird mit zwei hochrangigen Vertretern in Berlin dabei sein. Edouard Viellefond, Vorstandsvorsitzender, und Antoine Quantin, Leiter für Rückversicherungen und öffentliche Fonds, geben spannende Einblicke in das seit 1982 bestehende CatNat-System. Mit einer Versicherungsprämie von durchschnittlich nur 42 Euro pro Haushalt und Jahr bietet Frankreich bezahlbare Policen eine Versicherungsdichte von 98 Prozent. In vier Jahrzehnten musste der französische Staat nur ein einziges Mal finanziell einspringen. Im Jahr 1999 wurden 263 Millionen Euro in das System eingezahlt. Ein extrem geringer Betrag im Vergleich zu den 30 Milliarden aus deutschen Steuergeldern, die für das Ahrtal zur Verfügung gestellt wurden.
Konkrete Vorschläge für Deutschland
Im Koalitionsvertrag ist zu lesen, dass die Wohngebäudeversicherung mit der Elementarschadenabsicherung im Neu- und Bestandsgeschäft gekoppelt und eine staatliche Rückversicherung geschaffen werden soll. Wie genau eine Umsetzung in Deutschland aussehen könnte oder sollte diskutieren die Teilnehmenden des runden Tisches:
- Dr. Johannes Fechner MdB
- Johannes Rothenberger MdB
- Stephen Rehmke, Vorstand des Bundes der Versicherten
- Dr. Carsten Zielke, Geschäftsführer der Zielke Research GmbH und Versicherungsanalyst
Anmeldung und Teilnahme
Das detaillierte Konferenzprogramm, Kurzbiografien der Speaker, Zitate zur Veröffentlichung sowie das Anmeldeformular finden Sie unter folgendem Link: Fachkonferenz zur Elementarschadenversicherung in Frankreich - Vorbild für Deutschland? - Vertretung des Landes Baden-Wuerttemberg beim Bund
Sollten Sie nicht vor Ort teilnehmen können, können Sie sich auch für den Livestream anmelden.
Foto- und Videoaufnahmen während der Fachkonferenz sind erlaubt.
Bei Rückfragen oder Interviewwünschen können Sie sich gerne an Tina Hinault vom Zentrum für Europäischen Verbraucherschutz wenden.
Pressekontakt
Tina Hinault
E-Mail: hinault@cec-zev.eu